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Punktfundament

Auf festem Grund gebaut! Ein Punktfundament ist für verschiedene Bauvorhaben erforderlich. Vielleicht soll ein Carport künftig das Auto schützen oder ein Gewächshaus für das eigene Gemüse entstehen. Ein Punktfundament kann man relativ einfach selbst machen, man sollte allerdings auf größte Genauigkeit achten und die jeweiligen statischen Erfordernisse berücksichtigen. Auch wenn die Vorgangsweise relativ einfach ist, bedeutet das nicht, dass man sich nicht anstrengen muss. Zur Not schafft man die Arbeit auch alleine, aber zu zweit macht es natürlich mehr Spaß. Der Zeitaufwand hängt von der Größe und Menge der Punktfundamente und daher von der Gesamtgrundfläche ab. Für ein durchschnittlich großes Carport kann man etwa zwei Tage Arbeit einplanen, für ein kleineres Gewächshaus dementsprechend weniger und für Gabionen kommt es natürlich auf die Anzahl an.

Die wichtigsten Fakten

Auf Punktfundamenten lastet Gewicht, das einen Druck senkrecht nach unten bewirkt.

Im Gegensatz zu Streifen- oder Flächenfundamenten, muss ein Punktfundament keiner seitlichen Belastung und keinen Zugkräften trotzen. Vielfach wird auch bei großen Bauten auf Punktfundamenten in Kombination mit Streifenfundamenten gebaut. Statiker beschäftigen sich mit der Errechnung der benötigten Bewehrung und der passenden Betonart.

Wenn man selbst ein Fundament für ein größeres Projekt bauen möchte, sollte man im Zweifelsfall einen Statiker zu Hilfe holen. Hier begangene Fehler kann man hinterher nicht mehr ausbessern, was fatale Folgen haben kann. Für einen kleinen Unterstand oder ein Gewächshaus sind aber meist keine Bewehrung nötig.

Aufpassen muss man bei der Betonart. Arbeitet man mit Bewehrung, muss der Beton feiner sein, damit er sich zwischen den Maschen gut verteilt. Für Heimwerkerprojekte kann man aber fertige Mischungen mit Wasser anrühren und bekommt so auch ein gutes und stabiles Ergebnis.

Punktfundamente tragen meistens die Pfosten von Carports. Diese sind üblicherweise aus Holz. Holz morscht nicht nur beim Kontakt mit Erde, sondern auch mit regenfeuchtem Beton. Es empfiehlt sich daher, die Holzpfosten auf Stützen zu setzen oder Anker zu verwenden. Dann kann das Holz nach einem Regenguss rasch wieder trocknen.

Die Punktfundament Planung

Das Projekt beginnt wie jedes andere auch mit genauer Planung. Der erste Weg führt auf die zuständigen Ämter, um zu klären, ob das geplante Vorhaben erlaubt ist oder bewilligt werden muss. Sind die Formalitäten geklärt, ist die größte Frage: Wo genau soll das Projekt hin? Dabei muss man natürlich auch die Grundgrenzen beachten. Das Dach sollte später auch möglichst nicht überstehen. Mitten auf dem Gehweg ist die Verwirklichung eines solchen Projekts auch nicht ratsam. Wird ein Gewächshaus geplant, spielt auch der Lauf der Sonne eine Rolle. Deshalb wird als Erstes die Grundfläche abgesteckt. Man nimmt vier Eisenstecken, die man in den Boden schlägt und einen gut sichtbaren Faden um die Fläche spannt. Allerdings sollte man an allen Seiten noch etwa zwanzig bis dreißig Zentimeter dazugeben. Logisch, dass das Rechteck auch tatsächlich rechteckig sein sollte! Mit einem Winkel kann man das leicht nachprüfen. Sicherheitshalber kann man auch die Diagonalen abmessen, denn diese sollten bei einem Rechteck oder Quadrat gleich lang sein. Nun wird mit der Wasserwaage das Gefälle gemessen.

Die Ausführung

Die oberste Erdschicht, bis unter die Wurzeln des Grases, wird jetzt auf der ganzen Fläche entfernt. Etwa zehn bis zwanzig Zentimeter tief ist die Grundfläche danach freigelegt. Stichschaufel oder Spaten leisten hier gute Dienste. Noch einmal wird das Gefälle gemessen und ausgeglichen. Inzwischen sollte die Fläche eben sein. Aus Schalungsbrettern wird danach für jedes Punktfundament ein Rahmen gemacht. In der Werkstatt arbeitet man dabei auf der Werkbank und schneidet die Bretter mit der Stichsäge zu. Verlegt man die Werkstatt direkt an den Ort des Geschehens, kann mangels Stromanschlusses auch eine normale Handsäge verwendet werden. Diese Rahmen sollen keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, sie sollten nur eines nicht tun: Später in das ausgehobene Loch zu fallen. Deshalb lässt man die Bretter etwas länger, damit sie auf dem Rand des Lochs aufliegen können. Die Breite der Bretter beträgt in etwa der bereits abgehobenen Grasnarbe. Auf der ebenen Grundfläche werden die Schalungsrahmen nun gleichmäßig und in geraden Linien verteilt. Dabei sollte man sich nicht von den überstehenden Schalungsbrettern verwirren lassen. Was zählt, ist das Innere der Rahmen. Das wird jetzt auch mit einem Farbspray markiert, die Rahmen beiseite gelegt und danach mit dem Graben begonnen. Insgesamt, also mit den bereits abgetragenen Zentimetern, sollte man die Frostschutztiefe erreichen, die in unseren Breiten etwa zwischen 75 und 85 Zentimetern liegt. Das zuständige Bauamt kann hierzu genauere Angaben geben. Wenn die mühsamen Erdarbeiten geschafft sind und in allen Punktfundamenten die erforderliche Tiefe erreicht ist, wird der Zement angemischt. Das genaue Mischverhältnis ist auf der Zementpackung angegeben. Ein Rühraufsatz für die elektrische Bohrmaschine erleichtert dabei die Arbeit, sofern man einen Stromanschluss in der Nähe hat. Der Beton sollte nicht zu trocken und auch nicht zu flüssig sein. Bei größeren Punktfundamenten benötigt man eine Bewehrung. Baustahlmatten oder auch Körbe aus Baustahlgitter werden in das ausgehobene Punktfundament gelegt. Der Beton wird nun in die Löcher gefüllt und das Stahlgitter in Beton eingegossen. Es sollten sich dabei keine Blasen bilden, deshalb wird immer wieder nachgebessert. Die Schalungsrahmen werden indessen nochmal mit der Wasserwaage waagrecht eingerichtet, zu sich selbst und zu allen anderen Punktfundamenten. Anschließend werden die Rahmen bis oben mit Beton gefüllt und glatt gestrichen. Liegen die Rahmen nicht eben auf der Erde auf, so wird etwas Beton darunter geschoben. Sind die Punktfundamente sauber, mit der Maurerkelle geglättet, muss gewartet werden bis der Beton hart ist. Die dafür benötigte Zeit steht meist auf der verwendeten Zementpackung.

Der Punktfundament Abschluss

Zum Abschluss können die Schalungsbretter entfernt werden. Wenn das nicht leicht geht, kann man mit dem Hammer etwas nachhelfen. Nicht immer macht man sich die Mühe mit Schalungsrahmen. Möchte man ein sehr kleines Punktfundament für den Rosenbogen gießen, kommt oft eine verlorene Verschalung zum Einsatz. Im Prinzip ist das ein Rohr, das in das ausgehobene Fundament versenkt und mit Beton ausgegossen wird. Das Rohr wird nach dem Aushärten nicht entfernt, sondern verbleibt auch später mit dem Fundament verbunden. Es ist somit für andere Verwendungen verloren und trägt deshalb diesen Namen. Wenn man als verlorene Schalung etwa Kaltschaum verwendet, fungiert dieser zusätzlich zur Vermeidung von Wärmebrücken. Damit die Arbeit einen sauberen Abschluss findet, wird nun der Kies zwischen den Punktfundamenten verteilt.

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