Bevor die erste Gabione steht, entscheidet sich am Maßband, ob das Projekt aufgeht. Ein ungenaues Aufmaß führt zu Reststücken, fehlenden Körben oder einer Wand, die am Ende nicht fluchtet. Die gute Nachricht: Sie brauchen dafür keinen Fachmann – nur eine Stunde Zeit und ein systematisches Vorgehen.
Was Sie zum Ausmessen brauchen
- Maßband (mindestens 20 m) oder Laser-Entfernungsmesser
- Richtschnur und Häringe, um die Linie zu markieren
- Wasserwaage – für Gefälle idealerweise eine lange, ab 100 cm
- Zollstock für Detailmaße an Ecken und Anschlüssen
- Papier und Stift – eine Skizze schlägt jedes Gedächtnis
Schritt für Schritt zum sauberen Aufmaß
1. Verlauf abstecken
Spannen Sie die Richtschnur entlang der geplanten Linie. Erst dadurch sehen Sie, ob die Strecke wirklich gerade verläuft und wo Sie Ecken einplanen müssen. Bei einer Grundstücksgrenze: Halten Sie den vorgeschriebenen Abstand ein und prüfen Sie im Zweifel den Lageplan.
2. Gesamtlänge in Abschnitte teilen
Messen Sie nicht nur die Gesamtlänge, sondern jeden geraden Abschnitt einzeln – also von Ecke zu Ecke. Gabionen werden aus einzelnen Körben zusammengesetzt; entscheidend ist, wie viele volle Körbe in jeden Abschnitt passen.
3. Höhenverlauf aufnehmen
Hier wird es am häufigsten ungenau. Setzen Sie alle zwei Meter einen Messpunkt und notieren Sie die Höhe gegenüber einem festen Bezugspunkt. Bei Gefälle haben Sie zwei Möglichkeiten: die Gabionen stufenweise abtreppen oder den Untergrund vorher auf ein Niveau bringen. Abtreppen ist meist günstiger – planen Sie dann pro Stufe eine eigene Korbhöhe ein.
4. Tiefe festlegen
Die Tiefe bestimmt den Einsatzzweck, nicht die Optik:
- Ab 50 cm Tiefe: tragende Stützmauer, Hangsicherung, Böschung
- Unter 50 cm: Sichtschutz, Gabionenzaun, Beeteinfassung, Deko
Soll die Gabione Erddruck aufnehmen, gehen Sie nicht unter 50 cm – darunter fehlt schlicht das Eigengewicht.
5. Ecken und Anschlüsse notieren
Zeichnen Sie jede Ecke mit Winkel in die Skizze. Notieren Sie ebenso, wo die Gabione an eine Hauswand, einen Weg oder einen bestehenden Zaun anschließt – dort brauchen Sie oft ein angepasstes Maß.
6. Untergrund prüfen
Halten Sie fest, worauf die Gabionen stehen sollen: gewachsener Boden, Rasen, Pflaster oder Beton. Bei bindigen, staunassen Böden brauchen Sie eine stärkere Schotterbettung als bei sandigem Untergrund.
Die häufigsten Fehler
- Nur die Gesamtlänge messen. Ohne Abschnitte lässt sich die Korbaufteilung nicht planen.
- Gefälle übersehen. Was mit bloßem Auge eben wirkt, hat oft 10 bis 20 cm Unterschied auf 10 Metern.
- Außenmaß und Innenmaß verwechseln. Gabionenmaße sind Außenmaße – bei einer Einfassung wird die nutzbare Fläche innen entsprechend kleiner.
- Den Steinbedarf vergessen. Rechnen Sie mit 1,7 Tonnen pro Kubikmeter: Länge × Tiefe × Höhe (in Metern) × 1,7. Eine Wand von 10 × 0,5 × 1,0 m benötigt also rund 8,5 Tonnen.
Von der Skizze zur Bestellung
Mit den Maßen in der Hand haben Sie zwei Wege. Passt Ihr Projekt zu unseren Standardgrößen, wählen Sie direkt aus dem Sortiment. Brauchen Sie eine abweichende Länge, Tiefe oder Höhe, stellen Sie diese im Gabionen-Konfigurator frei ein und sehen den Preis sofort.
Alle unsere Spiral-Gabionen bestehen aus punktgeschweißten Gittermatten mit 4,5 mm Drahtstärke in den Maschenweiten 5 × 10 cm und 10 × 10 cm, beschichtet mit einer Zink-Aluminium-Legierung – mit 40 Jahren Durchrostungsgarantie.
Unsicher bei der Planung?
Wenn Sie bei Gefälle, Ecklösungen oder der Korbaufteilung nicht weiterkommen: Schicken Sie uns Ihre Skizze mit den Maßen an info@gabionen24.de oder rufen Sie an unter +49 6571 / 95233-69 (Mo–Do 8–17 Uhr, Fr 8–14 Uhr). Wir gehen die Maße mit Ihnen durch und sagen Ihnen, welche Aufteilung sinnvoll ist.
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