Nicht jedes Gartenprojekt braucht eine massive Gabionenmauer. Für eine Beeteinfassung, die Abgrenzung einer Terrasse oder einen niedrigen Sichtschutz reicht eine schmale Gabione mit 30 cm Tiefe völlig aus – sie braucht weniger Stellfläche, weniger Steine und ist deutlich schneller aufgestellt.
Wofür eine schmale Gabione geeignet ist – und wofür nicht
Die Tiefe entscheidet über den Einsatzzweck. Eine schmale Gabione mit 30 cm Tiefe eignet sich für:
- Sichtschutz und Gabionenzaun entlang von Grundstücksgrenzen
- Beeteinfassungen, die Schnecken und Kleintiere fernhalten
- Terrassen- und Grillplatzumrandungen für ein ruhiges Gartenbild
- Deko-Elemente, etwa als Raumteiler oder Hochbeet-Sockel
Nicht geeignet ist eine schmale Gabione als tragende Stützmauer. Sobald Erddruck aufgenommen werden soll – bei einer Hangsicherung oder Böschung – brauchen Sie mindestens 50 cm Tiefe. Bei geringerer Tiefe fehlt schlicht das Eigengewicht, das die Konstruktion an Ort und Stelle hält.
Höhe und Standfestigkeit
Je schmaler die Gabione, desto wichtiger ist der Unterbau. Als Faustregel gilt: Bis etwa 50 cm Höhe steht eine 30 cm tiefe Gabione auf verdichtetem Untergrund sicher. Darüber sollten Sie zusätzlich absichern.
So bereiten Sie den Unterbau vor:
- Entlang der geplanten Zaunlinie einen flachen Graben ausheben
- Kies oder Schotter einfüllen, Körnung 0/32 oder 0/45
- Mit einer Rüttelplatte verdichten – das gleicht Setzungen aus und schützt vor Frostschäden
- Mit der Wasserwaage abziehen, damit die Körbe später fluchten
Ein Betonfundament ist bei niedrigen Zäunen nicht nötig. Wer über 50 cm Höhe geht oder in windexponierter Lage baut, setzt mittig Pfosten oder Rohre in den Boden und führt sie durch die Körbe.
Aufbau: Gittermatten und Verschlussart
Unsere Spiral-Gabionen bestehen aus punktgeschweißten Gittermatten mit 4,5 mm Drahtstärke, verfügbar in den Maschenweiten 5 × 10 cm und 10 × 10 cm. Die Beschichtung ist eine Zink-Aluminium-Legierung – sie schützt deutlich besser vor Korrosion als eine reine Verzinkung. Darauf geben wir 40 Jahre Durchrostungsgarantie.
Die einzelnen Matten werden vor Ort zu Körben verbunden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
- Spiralen – Drahtschlaufen, die durch die Maschen gedreht werden. Sie verteilen die Spannung gleichmäßig, lassen beim Aufbau etwas Spielraum und benötigen kein Spezialwerkzeug.
- C-Ringe – gebogene Metallklammern, die mit einer C-Ring-Zange zusammengedrückt werden. Sie ergeben eine besonders feste Verbindung und eignen sich gut für kleine Abmaße.
Bei niedrigen Zäunen entfällt das Stapeln – die Körbe werden nebeneinandergesetzt und untereinander verbunden. Das sorgt für zusätzliche Stabilität über die gesamte Zaunlänge.
Ein Hinweis für Bereiche mit Publikumsverkehr: Wenn es auf Verletzungssicherheit ankommt – etwa im Familiengarten oder entlang von Wegen – bietet die monotecR® Sicherheitsgabione mit ihrem Steckstab-Ösen-System eine Alternative ohne überstehende Drahtenden.
Steinbedarf berechnen
Der Steinbedarf lässt sich einfach überschlagen. Rechnen Sie mit 1,7 Tonnen pro Kubikmeter:
Länge (m) × Tiefe (m) × Höhe (m) × 1,7 = Steinbedarf in Tonnen
Beispiel für 10 laufende Meter, 30 cm tief und 50 cm hoch: 10 × 0,3 × 0,5 × 1,7 = 2,55 Tonnen. Pro laufendem Meter sind das rund 255 kg – bei 100 cm Höhe entsprechend etwa 510 kg.
Die richtige Steingröße
Die Steine müssen sicher im Korb liegen und dürfen nicht durch die Maschen fallen. Als Regel gilt: Die kleinste Körnung sollte mindestens das 1,2-Fache der kleinsten Mascheöffnung betragen.
- Maschenweite 5 × 10 cm: Körnung ab 6 cm
- Maschenweite 10 × 10 cm: Körnung ab 12 cm
Gut geeignet sind Granit, Basalt, Grauwacke, Kalkstein oder Quarzit. Wichtig: Verwenden Sie keine stark eisenhaltigen Steine – austretendes Eisenoxid kann Rostfahnen auf der Beschichtung hinterlassen.
Richtig befüllen
Beim Befüllen entscheidet sich, ob der Zaun später gerade steht:
- Schichtweise arbeiten, nicht den ganzen Korb auf einmal füllen
- Steine legen statt schütten – besonders an den Außenseiten. Das verhindert Ausbeulen und sieht sauberer aus
- Größere Brocken nach außen, kleineres Material in die Mitte
- Gleichmäßig auf beiden Seiten hocharbeiten, damit kein einseitiger Druck entsteht
- Bei höheren Körben Distanzhalter setzen, damit sich die Seitenwände nicht nach außen wölben
Schmale Gabionen bepflanzen
Eine schmale Gabione lässt sich gut begrünen. Drei Varianten haben sich bewährt.
Oberseite bepflanzen: Korb nicht ganz mit Steinen füllen, Pflanzenvlies einlegen, Erde auffüllen. Funktioniert bei Körben ohne Deckel. Geeignet sind genügsame Steingartenstauden wie Fetthenne, Hauswurz oder Blaukissen.
Beranken lassen: Kletterpflanzen davor setzen und den Zaun als Rankhilfe nutzen. Clematis, Waldrebe, Efeu oder Kletterrosen wachsen gut daran hoch.
Fugen bepflanzen: In die Zwischenräume etwas Erde einbringen und einzelne Polsterpflanzen setzen. Immergrüne Arten sorgen dafür, dass der Zaun auch im Winter nicht kahl wirkt.
Pflege
Viel ist nicht zu tun. Laub und Schmutz, die sich zwischen den Steinen sammeln, gelegentlich entfernen – das war es im Wesentlichen. Die Zink-Aluminium-Beschichtung braucht keine Nachbehandlung.
Unsere Produktion ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert, die Gittermatten tragen das RAL-Gütezeichen GZ 612. Die Korrosionsbeständigkeit wurde von der MPA Stuttgart unter Realbedingungen auf Helgoland geprüft – Salzluft, Wind und Feuchtigkeit im Dauertest.
Schmale Gabionen bestellen
Schmale Gabionen mit 30 cm Tiefe fertigen wir als Sonderanfertigung. Im Gabionen-Konfigurator stellen Sie Länge, Tiefe und Höhe frei ein und sehen den Preis sofort. Tiefen ab 10 cm sind möglich. Passende Gabionensteine können Sie gleich mitbestellen.
Fragen zur Planung? Rufen Sie uns an unter +49 (0)6571 95233-69 (Mo–Do 8–17 Uhr, Fr 8–14 Uhr) oder schreiben Sie an info@gabionen24.de.